Überprüfung der Standsicherheit von Grabmalen auf den kommunalen Friedhöfen

Die Gemeinde Schwepnitz ist Träger der kommunalen Friedhöfe in den Ortsteilen Bulleritz, Cosel, Grüngräbchen und Zeisholz. Mit der Eröffnung und Zulassung des öffentlichen Verkehrs auf dem Friedhof ist ein Zustand geschaffen, aus dem Gefahren für Dritte erwachsen können. Deshalb hat der Friedhofsträger die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um eine Schädigung Dritter abzuwenden; er muss also seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommen.

Dazu gehört nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes, dass der Friedhofsträger mindestens einmal jährlich die Standsicherheit der Grabmale überprüft.
Grabdenkmäler müssen daher, wenn nicht ihre Beschaffenheit von vornherein eine Gefahr ausschließt, durch kräftiges Drücken oder auf andere geeignete Weise daraufhin untersucht werden, ob sie noch feststehen, oder ob sie sich bereits im Gefüge gelockert haben.

Gemäß der Unfallverhütungsvorschrift 4.7 – Friedhöfe und Krematorien - der Gartenbauberufsgenossenschaft ist die erforderliche Standsicherheit dann gegeben, wenn das Grabmal am oberen Ende der Breitseite mit einer Kraft von 50 kg belastet werden kann und dabei keinerlei Schwankungen aufweist. Grabsteine unter einer Höhe von 70 cm sind standsicher, wenn sie einen Druck von 300 N (entspricht 30 kg) aushalten.

Wird bei der Überprüfung des Grabsteines seine Standunsicherheit festgestellt, muss der Friedhofsträger unverzüglich entsprechende Sicherungsmaßnahmen – wie Hinweiszettel Grabsperren oder, in schweren Fällen, das Umlegen des Grabmals -  ergreifen und die Nutzungsberechtigten unter Fristsetzung zur Beseitigung der Gefahrenlage auffordern.

Die Überprüfung der Standsicherheit der Grabsteine auf den kommunalen Friedhöfen in den Ortsteilen Bulleritz, Cosel, Grüngräbchen und Zeisholz findet in diesem Jahr in der Zeit vom
13.
August 2018 bis 31. August 2018 statt.

Wir bitten alle Nutzungsberechtigten von Grabstellen, die Standsicherheit im Vorfeld selbst schon einmal zu überprüfen. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie nicht am Grabstein rütteln sondern nur mit entsprechender Kraft drücken. Wer rüttelt, gefährdet auch feststehende Grabmale!

Röthig                                 Sickert
Bürgermeisterin                  Friedhofsverwaltung